• Rumo161@feddit.org
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    2 months ago

    Wenn damit die breitestraße in Köln gemeint ist, kann es sein, dass das der laden meiner Familie war und mein Zweitname das J. erklärt…

      • Rumo161@feddit.org
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        2 months ago

        Ja, das mein direkter Vorfahr. Zynisch an dieser Werbung in einer israelischen Zeitung ist, dass er aktiv in der evangelischen Kirche in Köln war die später die Nazis unterstützt haben.

        • Cliff@feddit.org
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          2 months ago

          Spannend. Es gibt auch ein Büch über ihn: “Zwischen Religion und Nation: Der Weg eines Kölner Kaufmanns von der Monarchie über die Demokratie zur Diktatur” (Das gäbe es offenbar auch gebraucht bei Amazon)

          Günther van Norden schildert in dieser Biografie den Aufstieg seines Großvaters Jakob aus ärmlichsten Verhältnissen in Ostfriesland zu einem hochgeschätzten Ehrendoktor der Kölner Universität und Vizepräsidenten der Industrie- und Handelskammer. Van Nordens Engagement für den Einzelhandel führte ihn in viele wichtige Positionen und Ehrenämter, die er 1933 mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten verlor, da er nicht in die Partei eintrat. Mit der Niederlage des ‘Reiches’ 1945 begann sein ständiges Nachdenken über die ‘deutsche Katastrophe’ und über sein Verhalten in der Nazizeit. Jakobs deutsch-nationale Mentalität war offen für viele traditionelle Muster aus dem nationalsozialistischen Weltanschauungsbrei, z.B. für die laut propagierte Wiederherstellung von Macht und Ehre der deutschen Nation durch den ‘Führer’ Adolf Hitler nach der ‘Schande von Versailles’, für die Ignoranz gegenüber den liberalen Werten und politischen Leistungen der Weimarer Demokratie, für die unkritische Annahme des Rassebegriffs, d.h. für die Ablehnung des Judentums. Die insgesamt rückwärtsgewandte Gefühls- und Gedankenwelt Jakob van Nordens war ein Ausdruck seines Antimodernismus. Damit war er repräsentativ für eine Mehrheit des konservativen Bürgertums. Es gab nur einen Punkt, der es erlaubt zu sagen, er war kein Nazi: Das war sein tief empfundener christlicher Glaube, der ihn veranlasste, den Nazi-Ideologen öffentlich zu widersprechen. Die vorliegende Biographie ist mit ihrem individuellen Ansatz eine herausragende Ergänzung einer strukturellen deutschen Gesellschaftsgeschichte.

          • Rumo161@feddit.org
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            2 months ago

            Das hat mein Opa geschrieben. Seine Darstellung ist ein bisschen irreführend weil die evangelische Kirche in Köln durchaus die Nazis unterstützt haben und deswegen Menschen die dort aktiv waren nicht in die Partei “mussten”.