Bundesweit am häufigsten werden Züge, Bahnhöfe und andere Anlagen in Berlin besprüht. 1.983 Graffiti-Delikte allein zwischen Januar und Oktober 2025 hat die Bundespolizei in der Hauptstadt registriert, Tendenz steigend. Zum Vergleich: in München und Hamburg waren es im gleichen Zeitraum 872 beziehungsweise 515. Die Zahlen beziehen sich laut Bundespolizei auf alle Bahnunternehmen. Die Täter bleiben zumeist unerkannt.

  • CyberEgg@discuss.tchncs.de
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    8 days ago

    Ich verstehe nicht, wieso sich Leute an Grafitti stören. Okay, Fenster und die technischen Beschriftungen sollten frei bleiben. Abgesehen davon finde ich bunte Züge meistens deutlich hübscher, als irgendein schräges Corporate Design. Und strukturell beschädigt wird die “Hülle” ja auch nicht dadurch.
    Klar sollten Sprayer*innen nicht über Bahnanlagen klettern, alleine schon ihrer eigenen Sicherheit wegen. Aber kann man da nicht irgendeinen Kompromiss finden, dass die Betriebe einzelne Züge oder Wagen an einem sicher zugänglichen Ort bereitstellen und die nicht zu übersprühenden Flächen abkleben? Ist bestimmt immer noch billiger als die Reinigung.

    • JensSpahnpasta@feddit.org
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      8 days ago

      Das Problem ist halt, dass 90% des Grafittis halt so ein Rotz sind und eben nicht Leute, die wirklich was drauf haben.

    • TheV2@programming.dev
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      8 days ago

      Grafitti ist halt nicht nur Grafitti. Es gibt sicher ein paar Sprüher, für die so ein abgestellter Zug, zum ausüben der Kunst, zufriedenstellend wäre. Aber es gibt ganz viele unterschiedliche Gründe warum Leute das machen. Für manche ist es nicht mal Kunst. Für manche wäre der Spaß sogar verloren, wenn sie es legal machen würden.

      Mal abgesehen davon wird ja ein Eigentümer sowie aufgrund der Aussagekraft eines Graffiti es reinigen wollen. Und wenn man keine Einzelperson, sondern eine Organisation ist, dann ist es deutlicher weniger Risiko und Aufwand alle Grafitti gleich, nämlich als Vandalismus, zu bewerten.

      • CyberEgg@discuss.tchncs.de
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        8 days ago

        Naja, der Zug soll halt schon auch wieder fahren. Ein anderer Kommentar sagt ja auch, dass eine der Motivationen ist, dass die Züge und damit das Kunstwerk durch die Gegend gefahren werden. Wenn es darum geht, kann so ein Kompromiss funktionieren.

        Ich sage ja auch nicht, dass jeder Scheiß draufbleiben soll. Irgendwelche Hakenkreuze oder ähnliches müssen natürlixh auch weiterhin entfernt werden.

        • TheV2@programming.dev
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          8 days ago

          Als Einzelperson kannst du ganz einfach das Graffiti für dich selber bewerten und entscheiden was du entfernen willst und was du so lässt. Bei einer Organisation ist das eben nicht so einfach. Dann brauchen die Regelungen, Entscheidungen und generell Moderation. Und am Ende wird es trotzdem die Fragen geben: “Warum wurde x entfernt, aber y nicht?”

          Also ich fände es nicht komplett verkehrt. Vor allem an kleinen Flächen in statischen Orten. So in Tunneln und an Bahnhöfen bleiben ja gefühlt so einige beeindruckende Graffitiwerke auch bestehen. Ich finde es aber verständlich, dass sie das Ganze zumindest offiziell gar nicht erst tollerieren.

          • CyberEgg@discuss.tchncs.de
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            8 days ago

            Ja mein Gott, dann muss man mal ein paar Tage nicht nur über Quartalsgewinne nachdenken und ggf getroffene Entscheidungen rechtfertigen. Aber das ist bei Unternehmen ja einfach nicht beliebt.

            • TheV2@programming.dev
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              8 days ago

              Jagut, dann hat unsere Diskussion eher damit zu tun, ob eine Organisation überhaupt Meinungen und Werte vertreten sollte. Und meiner Meinung nach sollte das nur passieren, wenn es keinen anderen Weg gibt.