Der Temperaturunterschied in der zugigen Ecke des Millerntorstadions, unsere bevorzugte Ecke der Nord vis-a-vis zur Gegengeraden, war um den Faktor eines Hochsommertages wärmer als beim letzten Heimspiel. Während ich meinen Nebenstehern gegen den HSV zuschauen konnte, wie das Bier in den Bechern gefror, schickte der Atlantik geradezu milden Nieselregen aus Westen ins angefeuerte Rund. Zu Gast waren die Freunde aus Bremen, allerdings lehnen diese gerade mit uns und auch mit ihren Rücken an der Wand; ein Sieg war für die Bremer Pflicht. Für unsere Boys das erst einmal leichteste machbarste Heimspiel auf längere Sicht. Das “Spitzenspiel der zweiten Liga”, wie Markus scherzte, war dann auch keines. Die beiden Mannschaften schoben mit einer Menge Angst in der Büx sich gegenseitig in den ungefährlichen Dritteln den Ball hin und her - wobei der SV Werder zwischenzeitlich nur mit sich selbst spielte, bei 70% Ballbesitz. Nur logisch, dass sich die Nervosität auch auf die beiden Torhüter auswirkte. Nach der Pause köpfte Hauke Wahl eine Rückgabe zum Bremer Torwart, die allerdings immer länger wurde, sodass der junge Bremer zwar seine Fingerspitzen aber nicht seinen Körper vor den Ball bekam. Ein Slapstiktor zum 1:0; egal, Hauptsache die Führung.Seinen eigene Slapstickdance vollführte dann Vasilj, der bei dem Versuch, eine Ecke zu entschärfen, ausrutsche und den Ball vor die Füße der eigenen Abwehr bugsierte. Wahl und Co. dengelten dann ziemlich Hektisch den Ball erst aneinander, dann Vasilj aus den zupackenden Händen. Milosevic musste für die Bremer dann nur noch volley einschießen, zum 1:1. … Oh, Moment, Willi ist im Studio … ich schalte rüber in die Schanze … Krokusse, Punkte und Barfuß-Explosionen: Ein Abend mit Willi und Erik nach zwei Siegen in Folge