Die gemeinen Spieltagebücher des João Marinho Neto Sonnabend, 28.02.26 Hoffenheim - FCSP 0:1 Unverhoff(enheim)t kommt oft. Oder eben nicht. Die Vorzeichen waren tatsächlich hoffnungslos. Die Sinsheimer hatten die letzten acht (!) Heimspiele gewonnen. St. Pauli dagegen außerhalb Hamburgs mit der Bilanz von zwei Remis, ansonsten wurde alles vergeigt. Hoffenheim Dritter, St. Pauli Drittletzter. Hoffenheim 197 Mio, 66 Mio. Die Punkte auf dem Postweg versenden? Oder 10.000 Euro auf St. Pauli wetten? Ja verdammt noch mal, wer soll das ahnen… das wars mit dem Jahresgehalt! Nicht zuletzt aus psychologischem Selbstschutz bevorzugte ich heute die Variante „Mit was beschäftigt sein und nur alle halbe Stunde mal aufs Handy linsen, um den Spielstand zu checken“. Der Vorteil ist, dass man bei einer Pleite die Zeit wenigstens sinnvoll genutzt hat und sich nicht noch ärgert, zwei Stunden haareraufend vor einer Leinwand oder dem AFM-Radio verbracht zu haben, um es bis zum bitteren Ende life und in Farbe erlebt zu haben. Vom stundenlang in Bussen, Bahnen oder Autos sitzen ganz zu schweigen. Nach so vielen Jahrzehnten ist es immer noch eine fiese emotionale Sache, und ich hasse verlieren. Habe ich schon immer gehasst, schon als Kind beim Skat, Risiko oder Tischtennis. Eigentlich lächerlich angesichts der Probleme und der Lage auf unserem Planeten. Aber so ist das nun mal und wären mir die FCSP-Spiele egal, würde der Weltfrieden auch nicht eintreten. Jedenfalls freue ich mich ganz doll, besonders für meinen Lieblingsspieler Manolis Saliakas – 1A Bananenflanke perfekt serviert! Eigentlich bin ich nicht so der Lieblingsspieler-Typ. Der Verein ist der Star, die Jungs unten auf dem Rasen kommen und gehen. Aber eigentlich ist eigentlich ein Scheißwort, deshalb darf das jetzt sein. Und somit schließe ich mit dem immer gleichen Schwur und der Überzeugung ab, dass wir es am Ende packen werden!

