Ich weiß gar nicht so recht, wie ich mich dazu fühle ehrlich gesagt. Klar, relativ gesehen ist es vielleicht günstiger denn je geworden, in den Amateurfunk einzusteigen. Thomas hat das ja anhand seiner Beispiele klar gezeigt. Praktisch empfand ich das Hobby in meiner Jugend finanziell dennoch vollkommen außer Reichweite. Geändert hat sich daran als junger Erwachsener eigentlich auch nicht allzu viel. Die Prüfung und Lehrmittel konnte ich mir jetzt aus eigener Tasche relativ problemlos leisten aber Geräte zu kaufen war immer noch ausgeschlossen.
Gestandene Funkamateure argumentieren dann immer gern mit Selbstbau und zeigen auf Projekte wie den QMX oder rechnen EFHW Bausätze vor. Ignoriert wird dabei aber meiner Meinung nach immer, dass nicht jeder Mensch selbst bauen kann/will und auch nicht sofort mit Erlangen der Zulassung dazu überhaupt in der Lage ist. Im Falle des QMX oder auch des truSDX, wird auch nur selten erwähnt, dass das in SSB ein eher zähes und speziell für Einsteiger frustrierendes Vergnügen werden wird und es deshalb eigentlich direkt noch mehr Ausgaben für ein Digi-Interface oder erlernen von CW braucht. Auch wird nicht selten bei Bausätzen der Bestpreis vorgerechnet, der aber Mindeststückzahlen und Versandkosten vollkommen ignoriert. Gerade Mindeststückzahlen sind für Neulinge ohne große Kontakte zum z.B. lokalen OV ein absoluter Killer was günstigen Einkauf angeht.
Meine zwei Cents dazu. Wie seht ihr das?



