In Brandenburg sind in der Nähe des Kraftwerks Jänschwalde Sprengvorrichtungen gefunden worden. Laut Ministerpräsident Woidke war es ein "Anschlagsversuch" auf die Stromversorgung. Die Hintergründe sind noch unklar.
Innenminister Jan Redmann (CDU) hat bei einem Vor-Ort-Besuch von einer Sabotagehandlung gesprochen mit dem Ziel, das Stromnetz zu destabilisieren und einen Stromausfall zu produzieren. Die Täter hätten versucht, mit Hilfe von selbst gebauten Treibsätzen „leitfähiges Material in die Höchstspannungsleitungen“ einzubringen. „In einigen Fällen ist das geglückt“, sagte der Minister. Dennoch sei es zu keinem Stromausfall gekommen. Angesichts der Tatsache, dass bislang Treibsätze in zweistelliger Anzahl gefunden wurden, sei Brandenburg noch einmal glimpflich davongekommen. Es müsse mit weiteren Vorrichtungen gerechnet werden. Die Suche laufe weiter, so Redmann am Abend.
Dafür sind legal verkäufliche Feuerwerkskörper gar keine so dumme Wahl, wie es scheint, denn die sind verhältnismäßig unverfänglich, wenn man damit erwischt wird. Zünden darf man die zwar nur zu Silvester und Neujahr, oder mit Genehmigung auch zu anderen Festen, aber solange man damit nichts anzündet oder sonstwie Schaden anrichtet, ist das eine Ordnungswidrigkeit. Solange die Täter nicht direkt dabei erwischt werden, wie sie Drähte an die Raketen binden und ins Umspannwerk schießen, ist es schwer, denen eine terroristische Absicht nachzuweisen.
Bei Kurzschlüssen in den Hochspannungsleitungen ist generell der Modus abzuschalten und ein paar Minuten zu warten und dann wieder einzuschalten und zu schauen ob der Kurzschluss weg ist. Erst wenn das 2-3mal nicht geklappt hat fährt jemand raus zum nachgucken. Insofern ist das ein ziemlich dummer Sabotageversuch der wenn überhaupt höchstens ein paar Minuten Stromausfall zur Folge hätte.
Für sich alleine hat so eine Aktion zum Glück keine großen Auswirkungen, allerdings kann es blöd werden, wenn mehrere solcher Anschläge praktisch zeitgleich erfolgen. (Netzfrequenz) Hoffen wir, dass die Leute, die so was machen, nicht gut genug organisiert sind, um das hinzukriegen.
Aber bei der Methode Lametta in Silvesterrakete wird das kaum möglich sein das so zu koordinieren oder?
Und was wäre denn wirklich das große Problem? Es ist noch nicht so lange her da hat Europa das komplette Land Portugal aus dem Verbundnetz getrennt und im Rest von Europa hat man gar nichts gemerkt. Eine Hochspannungsleitung versorgt nur vielleicht ein Dorf oder einem einzelnen Stadtteil. Da müsste schon einiges zusammen kommen.
Wenn ich so etwas vor hätte würde mir hier eher so etwas hier vorschweben:
Kleine unscheinbare Container in Bierkistengröße, darin keine Silvesterrakete sondern eine für diesen Zweck konstruierte (und somit halbwegs zielgenau ausrichtbare) Rakete mit einem elektrisch zündbaren Modellraketenmotor (z.B. so einer), für die Ansteuerung und koordinierte Zündung einen Raspberry Pi oder vergleichbaren SBC der entweder über ein öffentliches WLAN in der Nähe oder LTE Modem Internet bekommt und von einem irgendwo gehosteten Dienst seinen Startbefehl bekommt.
Jetzt verteilt man solche Kisten in aller Ruhe überall im Bundesgebiet und an Tag X gibt man den Startbefehl -> Chaos.
Zum Schluss noch ein kleiner Disclaimer:
Bitte nicht umsetzen. @Verfassungsschutz: Ich habe nichts dergleichen vor. @Polizei: Bitte lasst meine Wohnungstür ganz und lasst mich schlafen… danke!
Ein paar Trottel von Wegwerfagenten in einer Chatgruppe, die mit Feuerwerk im Gepäck an unterschiedliche Orte gehen und das (entweder über die Chatgruppe koordiniert, oder einfach mittels vorab vereinbarter Uhrzeit) gleichzeitig abschießen, halte ich leider für durchaus denk- und machbar.
Auch wenn man im Rest von Europa gar nichts vom Stromausfall in Portugal gemerkt hat, hat man das in Portugal durchaus gemerkt. Keine Ahnung, wie die Infrastruktur dort aufgestellt ist, was die Resilienz gegen längere Stromausfälle angeht, aber hier in Deutschland wird die Luft nach nur 2 Stunden ohne Strom schon sehr dünn, insbesondere, was die Kommunikation angeht. Da sind wir nämlich sehr schnell so weit, dass das einzige noch verbleibende Kommunikationsmittel ein reitender Bote ist.
Auch wenn ein solcher Ausfall nur regional passiert, kann das sehr schnell ein sehr großes Problem werden, gerade, weil man Verbraucher abschalten muss, bis das Netz wieder stabil genug läuft, um nicht schwarzstartfähige Kraftwerke wieder ans Netz zu nehmen. Das kann dauern.
Die Feuerwerkmethode macht punktuell einen Stromausfall von <5min und der Versorger wird nicht mal einen Techniker zur Kontrolle rausschicken. Da muss ja auch nichts repariert werden dann. Ja dann haben halt 10 Dörfer in D jeweils 5min Stromausfall, und? Ein paar Leute müssen die Uhrzeit an ihrem Herd neu einstellen, das war’s. Für die Netzstabilität wird das nichts ausmachen, siehe Portugal. Und die Handymasten dürften 5min easy per Batterie überbrücken können. Was übersehe ich?
In Bergheim wurde quasi der Hauptanschluss des Kraftwerks Niederaußem (3GW) sowie die neuen Teile von Neurath (2GW) an das Stromnetz getroffen. Dann muss man auch mal auf der Kraftwerkseite schauen was da passiert, wenn so ein träges Kohlekraftwerk auf einmal keine Last mehr hat. 2 der 5 Blöcke können erst am Wochenende wieder eingeschaltet werden, was also zeigt dass zusätzlicher Arbeit nötig ist und auch zusätzliche Reperatur- und Wartungskosten verursacht werden
Der ist dann aber deutlich größer und umfasst mehr als eine Hochspannungsleitung. Sicherlich machbar aber deutlich mehr Aufwand und deutlich auffälliger. Ich hätte erwartet dass das vorher bemerkt wird aber scheinbar nicht.
Inzwischen wird dann doch eher von Silvesterraketen gesprochen.
Ich tippe eher mal das jemand da im Suff dämlich war.
Ja, nö:
Dafür sind legal verkäufliche Feuerwerkskörper gar keine so dumme Wahl, wie es scheint, denn die sind verhältnismäßig unverfänglich, wenn man damit erwischt wird. Zünden darf man die zwar nur zu Silvester und Neujahr, oder mit Genehmigung auch zu anderen Festen, aber solange man damit nichts anzündet oder sonstwie Schaden anrichtet, ist das eine Ordnungswidrigkeit. Solange die Täter nicht direkt dabei erwischt werden, wie sie Drähte an die Raketen binden und ins Umspannwerk schießen, ist es schwer, denen eine terroristische Absicht nachzuweisen.
Bei Kurzschlüssen in den Hochspannungsleitungen ist generell der Modus abzuschalten und ein paar Minuten zu warten und dann wieder einzuschalten und zu schauen ob der Kurzschluss weg ist. Erst wenn das 2-3mal nicht geklappt hat fährt jemand raus zum nachgucken. Insofern ist das ein ziemlich dummer Sabotageversuch der wenn überhaupt höchstens ein paar Minuten Stromausfall zur Folge hätte.
Für sich alleine hat so eine Aktion zum Glück keine großen Auswirkungen, allerdings kann es blöd werden, wenn mehrere solcher Anschläge praktisch zeitgleich erfolgen. (Netzfrequenz) Hoffen wir, dass die Leute, die so was machen, nicht gut genug organisiert sind, um das hinzukriegen.
Aber bei der Methode Lametta in Silvesterrakete wird das kaum möglich sein das so zu koordinieren oder?
Und was wäre denn wirklich das große Problem? Es ist noch nicht so lange her da hat Europa das komplette Land Portugal aus dem Verbundnetz getrennt und im Rest von Europa hat man gar nichts gemerkt. Eine Hochspannungsleitung versorgt nur vielleicht ein Dorf oder einem einzelnen Stadtteil. Da müsste schon einiges zusammen kommen.
Wenn ich so etwas vor hätte würde mir hier eher so etwas hier vorschweben:
Kleine unscheinbare Container in Bierkistengröße, darin keine Silvesterrakete sondern eine für diesen Zweck konstruierte (und somit halbwegs zielgenau ausrichtbare) Rakete mit einem elektrisch zündbaren Modellraketenmotor (z.B. so einer), für die Ansteuerung und koordinierte Zündung einen Raspberry Pi oder vergleichbaren SBC der entweder über ein öffentliches WLAN in der Nähe oder LTE Modem Internet bekommt und von einem irgendwo gehosteten Dienst seinen Startbefehl bekommt.
Jetzt verteilt man solche Kisten in aller Ruhe überall im Bundesgebiet und an Tag X gibt man den Startbefehl -> Chaos.
Zum Schluss noch ein kleiner Disclaimer:
Bitte nicht umsetzen. @Verfassungsschutz: Ich habe nichts dergleichen vor. @Polizei: Bitte lasst meine Wohnungstür ganz und lasst mich schlafen… danke!
Ein paar Trottel von Wegwerfagenten in einer Chatgruppe, die mit Feuerwerk im Gepäck an unterschiedliche Orte gehen und das (entweder über die Chatgruppe koordiniert, oder einfach mittels vorab vereinbarter Uhrzeit) gleichzeitig abschießen, halte ich leider für durchaus denk- und machbar.
Auch wenn man im Rest von Europa gar nichts vom Stromausfall in Portugal gemerkt hat, hat man das in Portugal durchaus gemerkt. Keine Ahnung, wie die Infrastruktur dort aufgestellt ist, was die Resilienz gegen längere Stromausfälle angeht, aber hier in Deutschland wird die Luft nach nur 2 Stunden ohne Strom schon sehr dünn, insbesondere, was die Kommunikation angeht. Da sind wir nämlich sehr schnell so weit, dass das einzige noch verbleibende Kommunikationsmittel ein reitender Bote ist.
Auch wenn ein solcher Ausfall nur regional passiert, kann das sehr schnell ein sehr großes Problem werden, gerade, weil man Verbraucher abschalten muss, bis das Netz wieder stabil genug läuft, um nicht schwarzstartfähige Kraftwerke wieder ans Netz zu nehmen. Das kann dauern.
Die Feuerwerkmethode macht punktuell einen Stromausfall von <5min und der Versorger wird nicht mal einen Techniker zur Kontrolle rausschicken. Da muss ja auch nichts repariert werden dann. Ja dann haben halt 10 Dörfer in D jeweils 5min Stromausfall, und? Ein paar Leute müssen die Uhrzeit an ihrem Herd neu einstellen, das war’s. Für die Netzstabilität wird das nichts ausmachen, siehe Portugal. Und die Handymasten dürften 5min easy per Batterie überbrücken können. Was übersehe ich?
In Bergheim wurde quasi der Hauptanschluss des Kraftwerks Niederaußem (3GW) sowie die neuen Teile von Neurath (2GW) an das Stromnetz getroffen. Dann muss man auch mal auf der Kraftwerkseite schauen was da passiert, wenn so ein träges Kohlekraftwerk auf einmal keine Last mehr hat. 2 der 5 Blöcke können erst am Wochenende wieder eingeschaltet werden, was also zeigt dass zusätzlicher Arbeit nötig ist und auch zusätzliche Reperatur- und Wartungskosten verursacht werden
Der ist dann aber deutlich größer und umfasst mehr als eine Hochspannungsleitung. Sicherlich machbar aber deutlich mehr Aufwand und deutlich auffälliger. Ich hätte erwartet dass das vorher bemerkt wird aber scheinbar nicht.
deleted by creator