Hi,
in Anbetracht von Microsofts KI-Wahn und anderen Unwegbarkeiten und in Anbetracht von Proton, würde ich gerne von Windows zu Linux migrieren und auf Linux spielen wollen.
Ich habe gelesen, dass Bazzite und CachyOS sich dafür ziemlich gut eignen sollen. Ich persönlich habe eigentlich immer Debian verwendet und finde die Stabilität ganz angenehm, verstehe aber, dass das auch nicht immer ganz gut ist (wenn ich z.B. aktuelle Erlang/Elixir Versionen haben möchte).
Daher meine Frage: Welche Distro würde sich am Ehesten eignen um relativ stabil unter Linux zocken zu können?
Sollte ich entscheiden müssen:
Aktualität 10, Stabilität 0: eher eine 3.
Spielen 10, Office 0: eher eine 6,5.
Nutze seit paar jahren fedora und bin damit echt zufrieden. Alles ultra aktuell, alle spiele die ich je versucht habe haben auf anhieb geklappt. Also hab sowohl mal was über lutris, als über steam als auch über nen eigenständigen client gezockz so und stabil ists auch, so wie ich das bewerten würde. Also hatte selten was was wirklich kaputt war und funktionen haben sich jetzt auch zwischendurvh nie krass geändert. Weiß nicht gaaanz was du kit office meinst, aber finde es auf jeden fall auch angenehm damit zu arbeiten für job oder uni :)
Das ist alles aus einer perspektive eine endnutzerin die im terminal bis auf updates garnix macht und von programmieren was das angeht jetzt nicht sooooo die ahnung hat, dachte das hilft evtl als einordnung :)
Eins rauf für Fedora.
Ich war lange mit Ubuntu recht zufrieden, aber snaps und viele flatpaks machen mir das System inzwischen ziemlich madig. Fedora schafft es irgendwie immer recht aktuell zu sein und dabei bei mir bis jetzt deutlich stabiler gelaufen zu sein als quasi alle anderen distros die ich mal probiert hatte.
Nimm KDE wenn du von Windows kommst, das ist vom Fluss her sehr ähnlich.
OpenSUSE Tumbleweed.
https://wiki.pika-os.com/en/home
PikaOS ist eine ziemlich unbekannte Distro, die die Performance-Optimierungen von CachyOS, Bazzite und co. nutzt, dabei aber auf einen Debian Unterbau setzt. Wenn ich nochmal irgendwann meine Distro switchen sollte, dann wäre PikaOS wohl ein heißer Kandidat.
Du kannst prinzipiell mit jeder Distro spielen. Die zwei genannten mögen vielleicht (ich übertreibe) 2 FPS mehr rausholen und paar Tweaks vorinstalliert haben, aber das ist nicht unbedingt notwendig. Office geht auch auf jeder Distro.
Aktualität 10 ist eher von Bedeutung: da bist du klar nicht bei Debian, sondern gehst Richtung Bleeding Edge (=das Neueste vom Neuen). Das sind vornehmlich Rolling Releases (Distros wie Arch, Tumbleweed usw.), Fedora (worauf Bazzite basiert) nimmt da ungefähr einen Mittelweg ein, lehnt sich aber eher Richtung Bleeding Edge als stabil.
Somit läuft es hinaus auf: willst du eine Rolling Distro mit täglichen Updates und der “Gefahr*”, dass mal was kaputt geht, oder bleibst du dann doch eher bei Richtung stabil und wie stehst du zu Immutable/Atomic Distros (Bazzite). *Wobei diese Gefahr natürlich gut minimieren ist - Tumbleweed lässt dich auch zurückrollen, Arch sicher auch irgendwie, das wissen bestimmt andere besser als ich.
Aber was du auch nimmst, Distro gewechselt ist schnell, Home-Verzeichnis rübergespielt, paar Dinge adaptiert und fertig. Also mach dir nicht zu viel Kopf deswegen.
Sorry, mit Aktualität und Stabilität meinte ich eine Skala, wobei Aktualität 10 und Stabilität 0 wäre. Also eher Richtung Stabilität.
Ich nutze Bazzite jetzt schon seit Ewigkeiten (quasi seitdem es rausgekommen ist, ca. 2-3 Jahre) und kann es nur weiterempfehlen!
Bzgl. Stabilität: Bazzite (Fedora generell) ist nicht besonders stabil, im Sinne von “Es ändert sich viel”. Wenn dir das wichtig ist, bleib bei Debian, da kriegst du höchstens alle paar Jahre mal ein Update.
Stabilität ≠ Zuverlässigkeit.
Bazzite und co. werden konstant (im Hintergrund) geupdated, aber davon kriegst du als Enduser nix mit, weil theoretisch alles sehr gut geprüft ist und funktioniert. Sollte mal was nicht so gut geklappt haben, kannst du auf eine alte Version zurückspulen. Ist mir bisher 1x passiert und war kinderleicht das Problem dadurch zu lösen.
Stabilität ist nichts was du für einen Gaming-PC haben willst.
Neue Spiele laufen nicht gut wenn deine Treiber und Proton-Version veraltet ist.
Falls du mit Stabilität eigentlich Zuverlässigkeit meinst, dann nimm Bazzite.
Du musst dich buchstäblich gar nicht um das Betriebssystem kümmern und es ist schon mit allen Tweaks für deine Grafikkartenfamilie eingerichtet.Schon mal distrochooser gespielt?
Würde Fedora nehmen, mag die Atomic Versionen sehr gerne und verwende sie auch selbst.
Ich bin seit über nem Jahr mit Bazzite unterwegs und möchte dieses “Oh, Sleep-Modus geht nach Update nich mehr, na ja, boot ich halt in den alten Install und wart nen paar Wochen” nicht mehr missen. (Es gibt so ein Gotcha, worüber ich ein paarma gestolpert bin: manchmal wird nachm Update die Graka nich mehr erkannt (wie sich dann hinterher immer rausstellt bei Flathub-App), das liegt dann an nicht aktuellen Flathub- ähhh, kein Plan, irgendwas Unterbau-Dings. Nochma Ujust oder Bazar updaten lassen dann geht’s.) Ich bin insgesamt mega zufrieden.
Debian testing oder sid 😄
Testing: Nein, ist nicht zur Nutzung geeignet. In Testing können Paketkonflikte auftreten und Sicherheitslücken bestehen, weil sich wochenlang niemand um die Updates kümmert. Es ist halt zum testen.
Sid/Unstable: Würde aus dem Grund funktionieren, dass neue Pakete einfach immer hirnlos hinzugefügt werden, was es zu einer Art Rolling Release macht, testet aber auch niemand, daher ist man von der Qualität der neuen Versionen seiner Software abhängig. Kann in der Theorie funktionieren, hat bei mir aber schonmal zu Abstürzen geführt. (Bin aber auch ein ewig gestriger mit Xfce/X11, vielleicht ist es mit Wayland/Pipewire/etc. stabiler.)
Die wirkliche Lösung für neuere Softwareversionen in Debian Stable lautet: Backports & Flatpaks.









